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Restaurants und Cafés ohne eigene Website: Warum Facebook und Instagram allein nicht reichen

Viele Restaurants und Cafés zeigen Speisekarte und Gerichte nur auf Facebook oder Instagram. Warum das nicht reicht und was eine eigene Website zusätzlich leistet.

Restaurants und Cafés ohne eigene Website: Warum Facebook und Instagram allein nicht reichen
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Es ist Freitagabend, Sie möchten spontan essen gehen und suchen bei Google nach einem Restaurant in der Nähe. Sie finden einen Treffer, tippen darauf und statt der Speisekarte erscheint die Aufforderung, sich bei Instagram anzumelden. Oder Sie landen auf einer Facebook-Seite, deren letzter Beitrag die Spargelkarte aus dem Frühjahr zeigt. Ob heute geöffnet ist, bleibt offen.

Viele Restaurants, Cafés, Gasthöfe und Imbisse haben keine eigene Website oder Homepage, sondern setzen online ausschließlich auf Facebook oder Instagram. Das ist nachvollziehbar. Ein Profil ist schnell angelegt, kostet nichts und die Fotos der Gerichte entstehen im Alltag ohnehin. Trotzdem stößt ein reiner Social-Media-Auftritt an Grenzen, die am Ende Gäste kosten können. In diesem Artikel zeigen wir, was Facebook und Instagram gut können, wo ihre Grenzen liegen und warum die eigene Website die bessere Zentrale für Ihren Betrieb ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Facebook- oder Instagram-Profil ist ein guter Kanal für Aktuelles, ersetzt aber keine eigene Website.
  • Gäste ohne Konto sehen auf den Plattformen oft nur einen Teil der Inhalte, und Google erfasst keine Inhalte hinter einer Anmeldung.
  • 53 % der Menschen in Deutschland ab 16 Jahren schauen sich vor dem Besuch eines neuen Restaurants oder Cafés in der Regel die Speisekarte online an (Bitkom, 2024).
  • Eine eigene Website bündelt Speisekarte, Öffnungszeiten, Anfahrt und Reservierung an einem Ort, der dem Betrieb selbst gehört.
  • Am besten funktionieren beide Kanäle zusammen: die Website als Zentrale, Social Media als Schaufenster.

Warum Restaurants und Cafés eine eigene Website brauchen

Weil Gäste sich vor dem Besuch online informieren. Eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom aus dem Jahr 2024 zeigt, wie wichtig der Online-Auftritt für die Gastronomie ist. 53 % der Befragten sehen sich vor dem Besuch eines neuen Restaurants oder Cafés in der Regel die Speisekarte im Internet an, bei den 16- bis 29-Jährigen sind es 65 %. 69 % erwarten, dass ein Café oder Restaurant einen Internetauftritt hat, auf dem sich zum Beispiel Fotos der Speisen und Räumlichkeiten anschauen lassen.[1]

Die Frage ist also nicht, ob Gäste online nach Ihrem Betrieb suchen, sondern was sie dort finden.

Was Facebook und Instagram gut können

Social Media ist für die Gastronomie ein wertvoller Kanal, den wir niemandem ausreden möchten. Die Stärken liegen vor allem hier:

  • Aktuelles schnell zeigen: Tagesgericht, Mittagstisch, Saisonkarte oder ein spontanes Angebot sind in wenigen Minuten veröffentlicht.
  • Stammgäste erreichen: Wer Ihrem Betrieb folgt, bekommt Neuigkeiten mit, ohne aktiv danach zu suchen.
  • Atmosphäre vermitteln: Fotos von Gerichten, Gastraum oder Biergarten wecken Appetit und machen Lust auf einen Besuch.
  • Austausch ermöglichen: Gäste können kommentieren, Fragen stellen und Beiträge teilen.

Für all das sind Facebook und Instagram gemacht. Als einziger Online-Auftritt eines Betriebs sind sie allerdings nicht gedacht.

Warum Facebook und Instagram allein nicht reichen

Nicht jeder Gast hat ein Konto

Wer nicht bei Facebook oder Instagram angemeldet ist, sieht dort oft nur einen Teil der Inhalte und wird beim Durchblättern zur Anmeldung aufgefordert. Das betrifft gerade ältere Gäste, Urlauber und alle, die diese Plattformen bewusst nicht nutzen. Für diese Menschen ist Ihr Betrieb online kaum vernünftig erreichbar.

Google findet wenig davon

Inhalte, die erst nach einer Anmeldung sichtbar sind, kann Google nicht erfassen. Google schreibt dazu selbst, dass Seiten, für die der Betreiber eine Anmeldung verlangt, vom Googlebot nicht gecrawlt werden.[2] Sucht jemand nach „vegetarisch essen in Donauwörth" oder „Café mit Terrasse", hat ein Betrieb ohne eigene Website deshalb schlechte Karten, auch wenn er genau das anbietet.

Die Speisekarte als Foto

Häufig wird die Speisekarte einfach abfotografiert und als Bild gepostet. Das ist schnell gemacht, hat aber mehrere Nachteile:

  • Auf dem Smartphone ist ein Foto der Karte schwer lesbar, beim Vergrößern wird die Schrift unscharf.
  • Suchmaschinen können den Text auf dem Bild kaum auswerten.
  • Screenreader, mit denen sich sehbehinderte Menschen Inhalte vorlesen lassen, können ein Bild ohne Alternativtext nicht wiedergeben. Mehr dazu im Artikel Barrierefreiheit: Wichtigkeit und Nutzen für den eigenen Internetauftritt.
  • Ändert sich ein Preis, muss die Karte neu fotografiert werden. Das alte Foto bleibt im Verlauf trotzdem sichtbar.

Wichtige Informationen gehen im Verlauf unter

Öffnungszeiten, Ruhetage, Betriebsurlaub, Anfahrt und Parkmöglichkeiten ändern sich selten, werden aber ständig gesucht. Auf Facebook und Instagram stehen sie meist in einem älteren Beitrag oder knapp in der Profilbeschreibung. Wer nach dem Betriebsurlaub wissen will, ob wieder geöffnet ist, muss sich durch den Verlauf arbeiten.

Der Auftritt gehört der Plattform

Facebook und Instagram gehören zum Meta-Konzern. Welche Beiträge Ihre Follower tatsächlich angezeigt bekommen, entscheidet die Plattform, nicht Sie. Regeln, Funktionen und Darstellung können sich jederzeit ändern. Wird ein Konto gesperrt oder gehackt, ist im ungünstigsten Fall der gesamte Online-Auftritt Ihres Betriebs auf einen Schlag weg, und es gibt keinen direkten Ansprechpartner, der das schnell wieder in Ordnung bringt.

Was eine Restaurant-Website zusätzlich leistet

Eine eigene Website für Restaurant oder Café ersetzt Social Media nicht. Sie schafft die feste Grundlage, auf die alle anderen Kanäle verweisen können.

  • Eigene Adresse: Mit einer eigenen Domain sind Sie unter einer festen Adresse erreichbar, die Ihnen gehört und auf Speisekarte, Flyer und Visitenkarte passt.
  • Für alle lesbar: Jeder Gast kann die Seite ohne Anmeldung öffnen, egal ob mit oder ohne Social-Media-Konto.
  • Speisekarte als echter Text: Gut lesbar auf dem Smartphone, von Suchmaschinen erfassbar, barrierearm und schnell angepasst, wenn sich ein Preis ändert.
  • Alles Wichtige an einem Ort: Öffnungszeiten, Ruhetage, Anfahrt, Parken und Telefonnummer stehen dort, wo Gäste sie erwarten.
  • Bei Google auffindbar: Mit einer sauberen technischen Struktur wird Ihre Website bei Suchen in Ihrer Region gefunden. Darum kümmern wir uns im Rahmen unserer technischen SEO.
  • Erweiterbar: Ein Reservierungsformular, Gutscheine oder ein Veranstaltungskalender lassen sich später ergänzen. Laut der bereits genannten Bitkom-Umfrage reservieren 47 % der Befragten einen Tisch am liebsten direkt online.[1]

Website als Zentrale, Social Media als Schaufenster

Am besten funktionieren beide Kanäle zusammen, mit klar verteilten Aufgaben:

  • Auf die Website gehört, was sich selten ändert: Speisekarte, Öffnungszeiten, Kontakt, Anfahrt sowie Informationen zu Feiern und Gesellschaften.
  • Auf Facebook und Instagram gehört, was sich häufig ändert: Tagesgericht, neue Gerichte, Eindrücke aus Küche und Gastraum, kurzfristige Hinweise.
  • Beide Kanäle verweisen aufeinander: In der Profilbeschreibung steht der Link zur Website, auf der Website stehen die Links zu den Profilen.

So bleibt der Aufwand überschaubar. Sie posten weiterhin wie gewohnt und fassen die Website nur an, wenn sich an Karte oder Öffnungszeiten etwas ändert.

Auch ein Social-Media-Profil braucht ein Impressum

Oft übersehen wird, dass die Impressumspflicht nicht nur für Websites gilt, sondern auch für geschäftlich genutzte Profile in sozialen Netzwerken.[3] Mit einer eigenen Website liegt das Impressum an einem festen Ort, auf den Sie aus Ihren Profilen verlinken können. Welche Angaben im Einzelfall nötig sind, können wir nicht verbindlich beurteilen. Bei Unsicherheit hilft eine anwaltliche Beratung oder Ihre Industrie- und Handelskammer weiter.

Häufige Fragen

Was gehört auf die Website eines Restaurants oder Cafés?

Mindestens die Speisekarte als Text, Öffnungszeiten und Ruhetage, Adresse mit Anfahrt und Parkmöglichkeiten, Telefonnummer und Reservierungsmöglichkeit sowie Impressum und Datenschutzerklärung. Sinnvoll sind außerdem Fotos von Gerichten und Gastraum, Hinweise zu Feiern und Gesellschaften und die Links zu Ihren Social-Media-Profilen.

Reicht nicht ein Google-Unternehmensprofil?

Das Google-Unternehmensprofil ist ein wichtiger Baustein, weil es bei Suchen und in Google Maps direkt angezeigt wird. Aufbau und Möglichkeiten gibt aber Google vor, und auch hier entscheidet die Plattform über Darstellung und Regeln. Ideal ist ein gepflegtes Profil, das auf Ihre eigene Website verlinkt.

Muss ich dann alles doppelt pflegen?

Nein. Die Website enthält die Informationen, die sich selten ändern, für das Tagesgeschäft bleiben Facebook und Instagram. Wer sich auch um die Website nicht selbst kümmern möchte, kann die Pflege an uns abgeben, zum Beispiel im Rahmen unserer WordPress-Wartung und Website-Betreuung.

Brauche ich eine große Website?

Nein. Für viele Restaurants und Cafés reicht ein überschaubarer Auftritt mit Startseite, Speisekarte, Öffnungszeiten, Anfahrt und Kontakt. Wichtig ist eine saubere technische Grundlage, damit sich die Seite später erweitern lässt, statt sie beim ersten neuen Wunsch komplett neu bauen zu müssen.

Kann ich die Speisekarte selbst ändern?

Ja. Wir setzen Websites mit WordPress um, sodass Sie Gerichte und Preise ohne Programmierkenntnisse selbst anpassen können. Wenn Sie die Website selbst pflegen, gehört eine Einweisung zur Übergabe dazu.

Quellen (3)
  1. Bitkom: „Restaurants und Cafés: Für knapp ein Drittel sind Online-Bewertungen entscheidend" (27.06.2024)
  2. Google Search Central: „Technische Anforderungen für die Google Suche"
  3. IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim: „Informationspflichten im Internet"

Kontakt

Ihr Restaurant oder Café ist bisher nur auf Facebook oder Instagram zu finden und Sie möchten das ändern? Nehmen Sie unverbindlich Kontakt zu uns auf. Wir schauen uns Ihren bisherigen Auftritt an und besprechen, welche Website zu Ihrem Betrieb passt. Wir sitzen in Donauwörth und arbeiten für Betriebe im Landkreis Donau-Ries sowie deutschlandweit. Mehr zu unserer Arbeitsweise finden Sie auf der Seite Webdesign.

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Lukas Vogel Webdesigner & Tech-Enthusiast

Lukas Vogel ist der Inhaber von Webprojekt Donauwörth und Webdesigner mit 13+ Jahren Erfahrung.

Entwickelt seit vielen Jahren mit Leidenschaft und echtem Wissensdurst für Technik Websites für Vereine, Unternehmen und Selbstständige aus dem Raum Donauwörth.

Bringt außerdem als aktiver Vorstand eines Vereins ein echtes Herz fürs Ehrenamt mit.

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